• Sonja Hollerbach

Warum gutes Feedback in unserem Privatleben seinen Ursprung findet

Aktualisiert: 4. Dez 2019

Sie hatten gerade Ihr Feedback Modul im Rahmen Ihres Führungskräfte Trainings und sind nun froh, in die abendliche Routine zu Hause einsteigen zu können? Feedback ist allerdings nicht nur ein wichtiger Faktor in unserem Berufsalltag, sondern auch in unserem Privatleben.


Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, bin ich in meinem Berufsleben leidenschaftliche Unternehmerin und im Privatleben Wissenschaftlerin. In meiner Promotionsforschung und meinen Lehraufträgen widme ich mich vor allem den elementaren Fragestellungen hinter dem Phänomen „Feedback“.



Aktuelle Forschung aus dem Feedback Bereich zeigt zum Beispiel, dass Feedback ein entscheidender Faktor ist, wenn wir die Qualität unserer beruflichen – aber auch vor allem privaten Netzwerke näher betrachten. Denn Feedback bedeutet nicht nur, eine Rückmeldung zu kontextbezogenem Verhalten im Arbeitskontext zu erhalten, sondern auch im Privaten Unterstützung, Informationen oder Vorschläge oder emotionalen Support zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten. Eine Rückmeldung zu kontextbezogenem Verhalten bedeutet nämlich nicht nur, Verbesserungspotential aufzuzeigen – sondern eben auch sensibel auf den emotionalen Zustand einer Person reagieren zu können. Auch Informationen an der richtigen Stelle im sinnvoll dosierten Maß können eine Art Feedback darstellen.


Eine Ursachenforschung der Unzufriedenheit von sozialem Support ergab, dass Männer sowie Frauen von der Qualität und Quantität des erlebten Feedbacks vor allem von folgenden Quellen enttäuscht wurden:


- Vorgesetzte(r) – 31%

- Kollegen – 17%

- Familienangehörigen – 13%

- Lebenspartner – 10%

- Freunde (9%)


Gleichfalls beschrieben jene, die zufriedenstellendes Feedback – auch in Form von sozialem Support – erhielten, geringeren Work-Life Stress, emotionales Wohlbefinden und eine generell höhere Lebenszufriedenheit.


Feedback lässt sich demnach nicht nur auf den Arbeitskontext eingrenzen. Es ist vielmehr als integrales Element in unserem gesamten Sozialleben zu betrachten. Übersetzt bedeutet dies auch, dass sich unsere privaten sozialen Beziehungen auch in unserem Berufsalltag fortsetzen. Wollen Sie als Führungskraft also die Qualität Ihrer Feedbackgebung im Arbeitsalltag einschätzen, lade ich Sie herzlich dazu ein, Ihre privaten Beziehungen genauer zu betrachten. Folgende Fragen können hierbei als Leitfaden dienen:


- Wie häufig werden Sie auf eine Auffälligkeit in Ihrem Verhalten hingewiesen?

- Wie offen äußert Ihre Partnerin / Ihr Partner ihre / seine Wünsche?

- Wie konstruktiv verläuft in Ihrer Partnerschaft / Freundschaft eine spontane Planänderung?

- Wie häufig werden Sie gefragt, Referate / Vorträge / Ideen gegenzulesen?

- Wie viele Personen befinden sich in Ihrem Freundeskreis, von denen Sie persönlich eine hohe Meinung haben?


Konnten Sie die Verben in den Fragen überwiegend mit „sehr“ ergänzen, beherrschen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eine angenehme Art der Feedback-Gebung. Versuchen Sie doch direkt morgen, diese in Ihren Führungsalltag zu übernehmen.


Wenn Sie noch ein WARUM benötigen, gebe ich Ihnen gerne persönlich den nötigen Anstoß. Sichern Sie sich Ihren Termin dazu ganz einfach hier: https://www.sonja-hollerbach.de/kontakt


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Fragen beantworten!

Ihre Sonja Hollerbach

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