• Sonja Hollerbach

Warum Veränderungen wirklich scheitern



Transformation. Change. Veränderung.


Worte, die wir tagtäglich hören, mit deren Auswirkungen wir tagtäglich konfrontiert werden. Beruflich, sowie privat. Die Uhren drehen sich schneller, während unsere Zeit trotz der Unterstützung durch Produktivitäts-Apps immer knapper wird. Die meisten von uns rennen ihren täglichen To Do´s hinterher, sind zu sehr in ihren Alltagstrott gefesselt, während das TUN von wichtigen Veränderungen auf der Prioritätenliste nach unten rutscht.

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, Veränderungen anzupacken und diese zu unserer Priorität zu machen?

Aus den Gesprächen mit meinen Klienten habe ich 5 Faktoren identifiziert, welche ausschlaggebend für unsere Veränderungs-Schwerfälligkeit sind:

Mangelnder Weitblick / VisionZeitmangelMutlosigkeitUnklarheit bzgl. des ersten SchrittesBequemlichkeit

Ohne klare VISION davon, wie unsere Zukunft konkret aussehen soll, fällt es uns schwer, Veränderungen greifen zu können. Ohne genügend Weitblick verlieren wir uns in Aufgaben, die unsere Zeit fressen, uns jedoch nicht in Richtung des gewünschten Zieles bringen. Zudem braucht unser Verstand ein klares WARUM. Ist das Warum für uns nicht bedeutsam genug, werden wir bereits nach kurzer Zeit das Interesse dafür verlieren und uns lieber unseren alten Gewohnheiten widmen. Unsere GEWOHNHEITEN sind nämlich wie Trampelpfade. Wir sind routiniert darin, diesen nachzukommen ohne ein großes Maß an Energie aufwenden zu müssen. Das Begehen von Trampelpfaden ist bewährt, allgemein akzeptiert und erfordert kaum Anstrengung.

Die ZEIT ist unser wertvollstes Gut. Wenn wir unsere Zeit gezielt nutzen, erzielen wir schnell erste Ergebnisse. Genauso gut können wir unsere Zeit mit Tätigkeiten füllen, die unsere To-Do-Liste zwar kürzen, uns jedoch nicht voranbringen. Im Erstgespräch mit meinem Klienten höre ich oft das Argument, dass diese momentan keine Zeit für die Weiterentwicklung ihrer Führungs-Skills haben. Stelle ich ihnen dann die Frage, ob sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird, erhalte ich zu 90% die Antwort "Nein". Betrachten wir unsere Zeit als etwas wertvolles, so selektieren wir im nächsten Schritt automatisch, für was wir unsere Zeit ausgeben. So wirst du kaum deinen gesamten Urlaub mit Personen verbringen, die dir unwichtig sind. Eines meiner Lieblingsbeispiel hierfür ist die Datingphase. Während wir zuvor gefühlt zeitlich vollends ausgelastet waren, finden wir nun doch drei Abende unter der Woche Zeit, um uns mit unserer Liebe zu treffen. Wir haben uns bewusst unsere persönliche Priorität gesetzt. Es kommt genau darauf an, unsere Prioritäten bewusst auf die Dinge zu lenken, die uns langfristig zu unserer Vision führen. Dazu braucht es unteranderem vor allem auch Mut, unsere Vision an erste Stelle zu setzen.

Die meisten Veränderungen sind mit MUT verbunden. Ohne Mutausbruch werden wir es nicht schaffen unsere geliebten und bequemen Trampelpfade zu verlassen. Zum einen brechen wir Gewohntes auf, ohne genau zu wissen wie das Neue konkret aussehen wird, wie unser Umfeld reagieren wird, oder welchen Einfluss die Veränderung auf die aktuelle Teamdynamik haben wird. Für einen Mutausbruch ist ein klare Vision ebenso wichtig wie der Glaube an sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten. Wir Wissenschaftler sprechen hier auch von "Selbstwirksamkeit" - den Glauben daran, dass du als Person etwas bewirken kannst. Sind wir uns unseren Fähigkeiten bewusst, fordert unsere Vision unseren Mut heraus. Genau das ist der Punkt, an dem wir nicht länger zögern sollten, neues Wege auszuprobieren.

Der ERSTE SCHRITT einer Veränderung ist der schwerste. Denn meist haben wir keine Ahnung, womit und wo wir überhaupt anfangen sollen. Zudem wissen wir nicht, welche Kettenreaktion wir durch unseren ersten Schritt auslösen. Was wir an dieser Stelle neben einem groben Überblick der Zusammenhänge brauchen, ist Mut. Mut, die Verantwortung auf uns zu nehmen und den Mut, Unerwartetes zu bewältigen. Denn egal wo wir unseren ersten Schritte gehen - es wird lange dauern bis sich daraus ein neuer, stabiler Trampelpfad entwickelt.

Unsere BEQUEMLICHKEIT versucht uns aktiv davon abzuhalten, den Aufbruch zu neuen Denkweisen, Prozessen und Gewohnheiten zu wagen. Für die meisten Menschen bedeutet Bequemlichkeit Stabilität. Die Forschung bestätigt uns jedoch Tag für Tag, dass weder unser Geist noch unser Körper für den Stillstand geschaffen ist. Wir blühen auf durch neue Herausforderungen und wachsen an Mutausbrüchen. Bedenken wir, dass uns nur dieses eine Leben geschenkt wurde - dieses jedoch aus tausenden Tagen besteht, könnte Bequemlichkeit auf Dauer ziemlich eintönig und unzufriedenstellend werden.

Hast du es erkannt? Die Faktoren unserer vermeintlichen Veränderungs-Schwerfälligkeit sind in uns selbst und unseren Gewohnheiten verwurzelt. Wann fängst du also an, dir die Vision deiner (beruflichen-) Zukunft zu gestalten um deinen nächsten Mutausbruch zu wagen?

Übrigens: ständiges Wachstum durch Weiterbildung ist auch eine Art von Veränderung - und kann zu deiner Gewohnheit werden!

Wie du als Führungskraft dich und dein Team für Veränderungen motivieren kannst, erfährst du im persönlichen Gespräch.


Link: https://calendly.com/sonja-hollerbach/30min

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